Bürgerinitiative

Oberursel Nord

Offener Brief an Bürgermeisterkandidaten: BI fordert zur Stellungnahme auf

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BÜRGERINITIATIVE Oberursel Nord

 

 

Offener Brief an die Bürgermeisterkandidaten

  1. Juni 2015

 

 

Sehr geehrter Herr Brum,
sehr geehrter Herr Schorr,

 

die Bürgerinitiative Oberursel Nord bittet Sie, im Rahmen Ihrer Bewerbung um das Bürgermeisteramt, Ihre Position zu folgenden Themen klarzustellen :

 

Auf den Grün- und Weideflächen des Siedlungslehrhofes plant der Siedlungsförderungsverein Hessen e.V. eine umfangreiche Bebauung mit mehr als 20 Einfamilien- und Reihenhäusern. Dieser Eingriff wird weitreichende Konsequenzen für Natur, Umwelt und Infrastruktur im Oberurseler Norden haben. Wir haben darüber mehrfach auf unserer Internetseite www.campking.de berichtet und eine Alternative vorgeschlagen.

 

Zudem soll die Zufahrt von der Neuhausstraße am Waldspielplatz vorbei zum Siedlungslehrhof zu einer vollwertigen Straße ausgebaut werden. Dadurch wird der Verkehr mit PKW, LKW und Pferdetransportern erheblich zunehmen.

 

Die Bürgerinitiative Oberursel Nord fordert:

 

  1. Erhaltung der idyllischen Baum- und Weidelandschaften rund um den Siedlungslehrhof, anstatt Versiegelung durch Bebauung. Schutz der 100jährigen Eichen auf den Pferdewiesen und dem angrenzenden Camp-King-Park.

 

  1. Schaffung eines öffentlichen Grüngürtels. Vernetzung der Grünzonen vom Eschbachweg über den Camp-King-Park und den Siedlungslehrhof, weiter über das Waldgelände am Forsthausweg zum Taunusinformationszentrum bis hin zum Mühlenwanderweg. Dieser Erlebniswanderweg bietet allen Oberurseler Bürgern und auch den mehr als 1.500 Neubürgern in Oberursel Nord attraktive Naherholungs- und Freizeitflächen.

 

  1. Erhaltung eines verkehrsfreien und damit sicheren Fußwegs für unsere Kinder und alle Spaziergänger von der Neuhausstraße im Rosengärtchen entlang des Waldspielplatzes zum Forsthausweg.

 

 

Wie werden Sie als künftiger Bürgermeister die Forderungen der Bürgerinitiative Oberursel Nord unterstützen?

 

Wir freuen uns auf Ihre Stellungnahme!

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Bürgerinitiative Oberursel Nord

 

 

 

 

offenerBrief3615

2 Kommentare

  1. Heute ist der 04.06.2015
    Die Wahl ist bereits am 21.06.2015
    Ich bin gespannt, ob eine Antwort von Hans-Georg Brum so rechtzeitig kommt, dass sie noch wahlrelevant ist.

    Thorsten Schorr hat sich auf der Podiumsdiskussion und nach seinem Rundgang im BrunnenTreff ja bereits klar geäussert:

    Zitat:
    „Eine Grünzone muss frei bleiben (entlang der B455) als Vernetzung der Grünflächen vom Wald oberhalb der FIS bis hin zu Grünflächen im Eschbachweg.“

    Der Rundgang führte durch das Camp King zum Siedlungslehrhof. Für diese Fläche gibt es ebenfalls eine Diskussion über Neubauten. Schorr berichtete, zum größten Teil sei das Gebiet als „Wohnbaufläche-Bestand“ und im Norden (angrenzend an B455) „Grünfläche-Parkanlage“ dargestellt. Ein Bebauungsplan bestehe nicht, allerdings habe das Stadtparlament im Herbst 2014 beschlossen, einen B-Plan aufzustellen.

    Der Eigentümer beabsichtige, bestehende Nutzungen für Pferdehaltung mit Reiteinrichtungen neu zu ordnen, zu sichern und zu erweitern. Außerdem sei die Entwicklung von Wohnbebauung (unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes) geplant. Geplant seien vom Eigentümer 28 Wohnungen (20 Einfamilienhäuser, 2 Doppelhäuser, 4 Reihenhäuser). Der Baumbestand solle erhalten werden. Mit den Erlösen aus dem Wohnungsbau wolle der Siedlungsförderungsverein langfristig die denkmalgeschützten Gebäude und andere Projekte des Siedlungsfördervereins sichern.

    Das klinge nachvollziehbar, sagte Thorsten Schorr, wies aber auch auf andere Begleiterscheinungen hin: „Die Entwicklung bedeutet Auswirkungen für soziale Infrastruktur und Verkehr. Die Neubauten entlang der Hohemarkstraße sind im Norden noch nicht verdaut! Problematisch ist die verkehrliche Anbindung des Gebiets, insbesondere für LKW!“

    Er wolle sich dem Wunsch des Siedlungsförderungsvereins nicht gänzlich verschließen, aber Voraussetzung für eine Zustimmung seien klare Spielregeln: „Nur so viele Neubauten wie nötig sind, um den Erhalt der bestehenden Gebäude des Eigentümers zu finanzieren. Ein Teil der Wohneinheiten muss mit niedriger Erbpacht als bezahlbarer Wohnraum für Familien zur Verfügung gestellt werden. Eine Grünzone muss frei bleiben (entlang der B455) als Vernetzung der Grünflächen vom Wald oberhalb der FIS bis hin zu Grünflächen im Eschbachweg.“

    Er knüpfte damit an seine Forderung an, künftig mehr zu tun, um den Bau preiswerter Wohnungen zu fördern. „Seit Abschaffung der Fehlbelegungsabgabe gab es keine neuen Sozialwohnungen in Oberursel. Das muss sich ändern. Mehrere Wege zu preiswertem Wohnraum sind denkbar: klassische Sozialwohnungen, Erbpachtgrundstücke für Familien sowie die Förderung von günstigem Wohnen in Neubaugebieten über Infrastrukturbeiträge der Investoren. Wichtig ist, dass sich wieder etwas bewegt.“

  2. Bürgermeister Brum wirbt ja auf seinem Wahlflyer mit dem Erhalt von Grünflächen. Wäre ja schön wenn er sich an das Wahlversprechen hielte.

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